Stadtratssitzung vom 8.12.20

Kurz und trocken: Letzte Stadratssitzung in diesem außergewöhnlichen Jahr

So viele Traditionen mussten dieses Jahr hintanstehen – so auch der Jahresabschluss des Dachauer Stadtrats mit seinem interessanten Austausch von Haushaltsreden aller Fraktionen. Stattdessen wollte der Stadtrat heuer nicht unnötig Aerosole austauschen und gab seine Haushaltsreden einfach sämtlich zu Protokoll. Kontroversen hatten die vorberatenden Ausschüsse ohnehin schon genug. Der Haushalt für 2021 wurde dann auch mit sehr breiter Mehrheit beschlossen. Damit ist ein weiterer Kraftakt abgehakt. Uff.

Zweiter Kraftakt für alle Beteiligten: Die Erhöhung der Kitagebühren. Das ist momentan das einzige Mittel, um das hohe Defizit in diesem Bereich zumindest stabil zu halten. Langfristig soll sowieso ein noch gerechteres Gebührensystem erarbeitet werden, aber das braucht Zeit – weil es echt schwierig ist, wirklich gerechte Gebühren und damit eine gerechte Lastenverteilung zu erreichen. Die Lastenverteilung für Bereitstellung und Betriebskosten von Kitas zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist aber das eigentliche Problem: Die Kommunen tragen die Hauptlast, wissen aber immer weniger, wie sie das bezahlen sollen. Eine Hausaufgabe, die die Staatsregierung mal wieder ins neue Jahr mitnimmt.

So lassen wir dieses in jeder Hinsicht außergewöhnliche Jahr, zwischen einer für uns als Dachauer SPD erfolgreicher Kommunalwahl und einer für alle Menschen erschöpfenden Pandemie, endlich hinter uns. Vielen Dank an Sie alle und schöne Feiertage! 🎄🕯️ Für den Neuanfang im neuen Jahr möchten wir uns an Hermann Hesse festhalten:

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

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