Zero Waste – Klimaschutz fängt nicht erst vor der Haustüre an

von Wieka Arnold

Zero Waste – was ist das eigentlich?

Plastik ist ein allgegenwärtiger Vertrauter und Begleiter in unserem Alltag geworden. Offensichtlich als Verpackungen, Möbel oder Kleidung wie auch versteckt als Mikroplastik in Kosmetik, Waschmittel, Kaugummis oder gelöst in Mineralwasser.  Zero Waste Organisationen, die es fast überall auf der Welt – und auch in Dachau – gibt, haben sich zum Ziel gesetzt, Plastikmüll und Abfall im Allgemeinen zu reduzieren und somit Rohstoffe zu schonen. Zur Umsetzung beinhaltet die Zero Waste Philosophie fünf Grundpfeiler, die in Absteigender Reihenfolge verfolgt werden sollen.

Kostenlose Zeitungen und Anzeigeblätter, die sich im Briefkasten stapeln, gut gemeinte Wichtelgeschenke und nie eingelöste Sammelkarten vom Wocheneinkauf. Dinge, die wir meinen zu brauchen, aber doch meistens ungelesen im Papierkorb landen und sich in den Schubladen stapeln. „Refuse“, also ablehnen, dass ist der erste Pfeiler der Zero Waste Bewegung und lässt schon einmal eine ganze Menge Müll vermeiden. Natürlich ist es schwierig der Freundin ihr Geschenk wieder zurückzugeben. Aber einen Zettel mit dem Hinweis „Bitte keine Werbung“ auf dem Briefkasten ist schon mal ein guter Anfang und reduziert nebenbei noch Fahrten zum Altpapiercontainer.

Der darunter liegende Schritt lautet „reduce“ oder auf Deutsch reduzieren. Dazu eignen sich langlebige Alternativen statt Einwegprodukte. Stofftaschen zum Einkaufen haben sich beispielsweise schon viele angeschafft. Die Zeitung online lesen oder Sprudelwasser zuhause machen, um ein paar der vielen Möglichkeiten zu nennen.

Wenn die herausgewachsene Kinderkleidung weitergegeben wird oder leere Eispackungen zu Brotdosen werden, dann sind wir schon beim dritten Pfeiler angekommen, dem wiederverwenden. Kann der Müll nicht vermieden werden, sollte er recycelt werden. Mit dem Gang zum Altglascontainer ist auch dieser Schritt geleistet.

Die letzte Stufe sollte am geringsten gehalten werden. Das Verrotten, kommt ins Spiel, wenn Essensreste oder andere zu Biomasse verfallende Materialien auf den Kompost geworfen werden. Alle können etwas dazu beitragen, damit die Stadt Dachau weniger Müll produziert. Es geht nicht darum, sich keine neuen Sachen mehr zu kaufen und nur noch second hand zu tragen oder alle Geschenke abzulehnen. Jeder muss für sich wissen, was er bzw. sie entbehren kann. Und wenn jeder auf nur eine nachhaltige Alternative umsteigt, sind wir gemeinsam in Dachau um 47.400 Produkte nachhaltiger geworden. Ein guter Anfang, und sicher nicht das Ende!

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